Monte

Die Gemeinde Nossa Senhora do Monte wurde 1565 gegründet und wird heute nur als Monte bezeichnet. Monte ist einer der schönsten Orte Madeiras. 
Mit seiner privilegierten Lage im Amphitheater der Stadt Funchal ist die Gemeinde Monte, die circa 9 Km vom Zentrum entfernt und 550 m über dem Meeresspiegel liegt, zweifellos einer der Orte Funchals, den man besuchen muss. 
Mit einer üppigen Vegetation und einzigartigen Aussicht auf das Amphitheater und die Bucht von Funchal, war er vom Beginn des Tourismus an einer der beliebtesten Orte der Besucher Madeiras.

DAS FEST DER „NOSSA SENHORA DO MONTE”

DAS FEST DER „NOSSA SENHORA DO MONTE”

Das Volksfest der „Nossa Senhora do Monte“ geht auf die Anfangsjahre der Besiedlung der Insel zurück und ist zweifellos das größte und meistbesuchte christliche Volksfest auf Madeira. 

Das Fest beginnt am 14. August. An diesem Tag wird der Abend von Ausgelassenheit beherrscht. Es ist die große verrückte Nacht. Tausende von Personen verteilen sich im Zentrum der Gemeinde, wo es an nichts fehlt, von den traditionellen „Spießen” mit Rindfleisch, bis zu den regionalen Getränken der Insel, die zu einem Volksfest wie diesem gehören. Während der ganzen Nacht wird gesungen und getanzt, sowohl ganz moderne als auch traditionelle Rhythmen. 

Am nächsten Tag, dem 15. August, ist der Tag des „Santo de Guarda” (Schutzheiliger). Nach der Messe begleitet eine große Anzahl von Gläubigen die Prozession, die durch einen Teil der Gemeinde verläuft.

Park Leite Monteiro

Park Leite Monteiro

Der Stadtpark von Monte / Park Leite Monteiro ist einer der meistbesuchten Orte in der Kleinstadt Monte mit Aussicht auf die wunderschöne Bucht von Funchal. Er umfasst eine romantische und gut gepflegte Gartenanlage, die den Besuchern eine große Vielfalt an Blumen, Sträuchern und alten Bäumen bietet. Der ideale Ort für einen gemütlichen Spaziergang, um die Schönheit der Natur zu bewundern.

Tropischer Garten Monte Palace

Tropischer Garten Monte Palace

Der tropische Garten Monte Palace befindet sich oben auf einem wunderschönen Hügel mit herrlicher Aussicht auf die Bucht von Funchal. Das Monte Palace war früher ein historisch bedeutender Ort, denn im XVIII. Jahrhundert war es ein luxuriöses Hotel, das viele bedeutende Gäste beherbergte. Heutzutage hat die Stiftung Berardo dieses wunderschöne Anwesen in ein Museum und einen Park umgestaltet. Hier finden Sie exotische Pflanzen und Blumen aus verschiedenen Kontinenten und auch Tiere wie Enten, weiße und schwarze Schwäne, Pfauen, Hühner und Koi-Karpfen. In diesem herrlichen Park zu spazieren ist ein unvergessliches Erlebnis.

Quinta Jardins do Imperador

Quinta Jardins do Imperador

Das Herrenhaus „Quinta Jardins do Imperador” war die letzte Wohnresidenz von Karl I. von Österreich, der sich entschied in Monte zu leben angesichts des ihm aufgezwungenen Exils durch den Sturz des österreichisch-ungarischen Reiches. Das Herrenhaus, das damals Quinta Cossart hieß, der Name eines vorangegangenen Eigentümers, wurde der kaiserlichen Familie im Exil von der Familie Rocha Machado überlassen, die es inzwischen erworben hatte.

Es wurde in Monte im XVIII. Jahrhundert von James Gordon errichtet, der den Garten und ebenfalls den Malakoff Turm schuf, bekannt als Quinta do Monte. Im Jahr 1899 wurde das Anwesen von dem Bankier Rocha Machado erworben, der es 1921 dem Kaiser Karl I. von Österreich und seiner Familie vorübergehend als Wohnresidenz zur Verfügung stellte. Heutzutage gehört das Anwesen der Regionalregierung und erhielt den Namen „Imperador“ (Kaiser). Die Quinta dos Jardins do Imperador beherbergt in der herrlichen Architektur des Malakoff Turmes ein Café und ist von Bäumen und einem farbigen Rosengarten umgeben in einer idyllischen Landschaft mit Aussicht auf Funchal.

Anmerkung: Derzeit für die Öffentlichkeit geschlossen.

Kaiser Karl I. von Österreich

Kaiser Karl I. von Österreich

Karl I. von Österreich und der IV. von Ungarn, oder auch Karl I. von Habsburg-Lothringen, wurde am 17. August 1887 in Persenbeug (Niederösterreich) geboren und starb in Funchal am 1. April 1922 im Kreise seiner Familie, d. h. seiner Ehefrau, der Kaiserin Zita, und den acht Kindern. Nach dem Zusammenbruch des österreichisch-ungarischen Reiches musste die königliche Familie in sehr ärmlichen Verhältnissen ins Exil gehen und wurde 1921 in Madeira aufgenommen, wo Karl, mit dem Taufnamen Karl Franz Josef Ludwig Hubert Georg Maria von Habsburg-Lothringen, der letzte Kaiser Österreichs, König von Ungarn und Böhmen zwischen 1916 und 1918, dann mit nur 30 Jahren starb.

Karl I., der tiefgläubig war und seinen Pflichten als Monarch gewissenhaft nachkam, wurde im Jahr 2004 vom Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

Der Kaiser ist in der Kirche von Nossa Senhora do Monte begraben.

DER KULT DER „NOSSA SENHORA DO MONTE”

DER KULT DER „NOSSA SENHORA DO MONTE”

Der Kult der „Nossa Senhora do Monte“ (heilige Jungfrau von Monte) stammt aus lange zurückliegenden Zeiten. 

Als Adão Gonçalves Ferreira die einfache Wallfahrtskapelle der „Nossa Senhora da Incarnação“ im Jahr 1470 errichten ließ, entstand dort der Marienkult zu Ehren und zur Huldigung jener, die fünfundneunzig Jahre später den Titel „Nossa Senhora do Monte“ erhielt. 

Der wundertätigen Jungfrau wird die legendäre Erscheinung und der Erhalt sonstiger himmlischer Gefallen nachgesagt, um welche die Jungfrau in Notsituationen der Bevölkerung Madeiras gebeten wurde. Dieser Kult wurde Schritt für Schritt auf der gesamten Insel verbreitet und verallgemeinert und ging dann auf viele andere Ecken in der Welt über, wo sich Immigranten aus Madeira befanden. Dieser religiöse Kult wurde noch bedeutender, als 1950 die «Bruderschaft der ergebenen Anhänger der Nossa Senhora do Monte» entstand. 

Um die „Nossa Senhora do Monte“ reihen sich zahlreiche Legenden, die seit der weit zurückliegenden Besiedlung von Generation zu Generation bis in die heutigen Tage weitergegeben wurden.